Posted on Februar - 06 - 2013
Einige Friedhöfe sind wegen außergewöhnlicher Größe, besonderer Prominenz der Bestatteten oder als Schauplatz herausragender historischer Ereignisse über das gewöhnliche Maß bekannt geworden. So haben die Friedhöfe von Leuthen (Niederschlesien) und Bad Kissingen (Unterfranken) wegen der hier am Anfang des Siebenjährigen Krieges im Jahr 1757 beziehungsweise im Deutschen Krieg 1866 geschlagenen Schlachten bei Historikern Berühmtheitsrang.
Sehr viel berühmter ist aber der ebenfalls wegen eines Massakers im Zusammenhang mit Militäraktionen Eingang in die Geschichtsbücher gefundene Cimetière du Père-Lachaise. Auf dem mit 44 ha Fläche größten Pariser Friedhof waren am 28. Mai 1871 bei der Niederschlagung der Pariser Kommune 147 Aufständische von Regierungstruppen an der Mauer „Mur des Fédérés“ erschossen worden. Der 1804 eröffnete Friedhof ist aber vor allem wegen der vielen Prominenten weltberühmt, die, wie der Romancier Honoré de Balzac, Doors-Legende Jim Morrison, Operndiva Maria Callas oder Filmstar Simone Signoret, hier ihre letzte Ruhe gefunden haben.
Wer eine Trauerkarte mit der Einladung zu einer Bestattung auf dem Friedhof Ohlsdorf zugeschickt bekommt, muss sich nach Hamburg auf den Weg zum mit 381 ha Fläche größten Parkfriedhof der Welt machen. Auf dem weitläufigen, durch Teiche, Gehölze und viele Grünflächen aufgelockerten Gelände sind fast 250.000 Gräber verteilt. Die Schauspieler Hans Albers und Inge Meysel gehören zu den prominentesten in Ohlsdorf bestatteten Personen.
Viel Prominenz liegt auch auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte. Friedhofsbesucher können auf den Grabdenkmälern Namen wie Bertolt Brecht, Hanns Eisler oder Heinrich Mann entdecken.
Das österreichische Gegenstück zu Ohlsdorf ist der 2,5 qkm große Wiener Zentralfriedhof mit Namen wie Theo Lingen, Robert Stolz, Bruno Kreisky und Curd Jürgens. Auf dem ähnlich berühmten Londoner Highgate Cemetery ist Karl Marx bestattet worden.
Als patriotische Wallfahrtstätte gilt der nahe der US-Hauptstadt Washington D.C. gelegene, 2,5 qkm große Arlington National Cemetery, der vor allem als Friedhof für aktive Soldaten und Veteranen dient.
Posted on Juni - 07 - 2012
Gerichtsmedizin, wie wir sie kennen, hat ihre Anfänge im 16. Jahrhundert. Will man es ganz genau wissen, kann man das Jahr 1594 als Geburtsstunde der Gerichtsmedizin festlegen, denn in dem Jahr wurde in Padua der erste Seziersaal Europas eingerichtet. Sein Name lautete das Anatomische Theater, was vielleicht nicht ganz wissenschaftlich erscheint, aber zum Zeitgeist passte. Erste Untersuchungen im Falle von Kindestötung oder Körperverletzung kannte man bereits Anfang des 16. Jahrhunderts – ein Arzt musste damals zum Beispiel in Bamberg gerufen werden, um die Umstände des Todes zu klären. Danach war die Entwicklung nur eine Frage der Zeit, denn das erste deutsche Lehrbuch der Gerichtsmedizin wurde 1668 im fränkischen Nürnberg veröffentlicht.
Die weitere Entwicklung ging ruhig vonstatten, und erst im 19. Jahrhundert erlebte die Rechtsmedizin ihre erste Blüte. Dies hing wahrscheinlich mit den technischen Innovationen und Entdeckungen der industriellen Revolution zusammen, die beispielsweise 1895 die Röntgenstrahlen entdeckte. Es war im Jahre 1901, als von den unterschiedlichen Blutgruppen wusste und diese auch analysieren konnte. 1903 wurde etwas üblich, was wir auch heute noch kennen: Die Untersuchung von Fingerabdrücken. Der in Deutschland gesetzlich verbotene sogenannten genetische Fingerabdruck wurde um das Jahr 1995 offiziell verwendet und kann auch lang verdeckte Spuren entdecken.
In den letzten 100 Jahren wurden erstaunlich viele Hilfsmitteln und Methoden entdeckt, die der Rechtsmedizin gute Werkzeuge sind. Doch als diese technologischen Hilfsmittel und Möglichkeiten können nicht darüber hinwegtrösten, dass immer mehr Institute und Forschungseinrichtungen bedingt durch Geldmangel geschlossen werden. Dies ist auch ein Grund, warum immer weniger Obduktionen durchgeführt werden, was nicht für tote Opfer, sondern auch für lebende gilt. Untersuchungen und Obduktionen werden weder von einem Detektiv bei der A & B Detektei durchgeführt, aber auch sie sind ein Bestandteil in der Sicherung von Fakten und Beweisen, die oftmals zur Klärung von Straftaten führen. Im Gegensatz zu öffentlichen Instituten wird ihnen zwar nicht der Geldhahn abgedreht, aber zu kämpfen hat man auch in dieser Branche.
Posted on Mai - 25 - 2012
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